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Stethoskop
Prognose bei Knochenmetastasen
Bei Knochenmetastasen gilt der Krebs in der Regel als nicht mehr heilbar. Eine Verbesserung der Lebensqualität und Schmerzlinderung sind dann die Therapieziele.
Knochenmetastasen

Prognose bei Knochenmetastasen

Wenn ein Patient einen Tumor aufweist und zusätzlich Knochenmetastasen im Körper zu finden sind, dann ist die Erkrankung in der Regel nicht mehr vollständig heilbar. Der Krebs ist dann bereits sehr weit fortgeschritten. Daher sind die vorrangigen Ziele der Therapie von Knochenmetastasen:

  • Verlängerung der Lebensdauer
  • bestmögliche Erhaltung der Lebensqualität
  • Minderung von Schmerzen
  • Vermeiden von Komplikationen im Knochenbereich

Die Prognose der Betroffenen hängt nur zu einem Teil vom Erfolg der Therapie bei Knochenmetastasen ab, relevant sind auch die Eigenschaften und die Geschwindigkeit des Wachstums des Primärtumors. Von hoher Bedeutung für die Prognose des Patienten ist also die Histologie des Tumors.

Wenn außer den Metastasen in den Knochen noch weitere Metastasen vorhanden sind, wird hierdurch die Prognose wesentlich schlechter. Wichtig für die Lebensqualität des Patienten ist eine interdisziplinär geplante und individuell passende Therapie.

Einfluss der Ernährung auf die Prognose bei Knochenmetastasen

Es gibt keine spezielle Diät, die sich positiv auf die Prognose bei Knochenmetastasen auswirkt. Eine Diät ist in den meisten Fällen auch nicht notwendig. In der Regel darf man essen, was schmeckt und bekömmlich ist – dies ist auch für den Erhalt der Lebensqualität wichtig. Dabei sollte man aber darauf achten, dass die Mahlzeiten ausgewogen, gesund und abwechslungsreich sind. Unter Umständen kann es hilfreich sein, mit einem Ernährungsberater zu sprechen, wie man sich am besten gesund ernähren kann. Patienten sollten ohne Rücksprache mit dem Arzt davon absehen, Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Ob eine Einnahme unter Umständen sinnvoll ist, sollte in einem Gespräch mit dem Arzt abgeklärt werden.

Scheidet der Knochen viel Kalzium aus, kann es zu einer Hyperkalzämie kommen. Dann ist zu viel Kalzium im Blut. In solchen Fällen sollte man auf Lebensmittel, die viel Kalzium enthalten, verzichten. Dies gilt vor allem für Milch und Milchprodukte. Damit die Ausscheidung des Kalziums über die Nieren bzw. den Urin gut funktionieren kann, sollte man ausreichend trinken.

Fedor Singer